Kultursterben.

REWE-Antonienstrasse-19-04229-Leipzig

Ich habe gerade ein paar Tage Urlaub. Was also tun mit dieser ganzen Freizeit. Kochste mal wieder was, dachte ich mir. Es ist zwar angenehm wenn dich fast jeder Lieferservice aus der Umgebung beim Namen kennt sobald deine Nummer bei ihm im Display aufblinkt, aber wenn schon Zeit ist, herrje, dann kannste auch mal selber etwas Wasser heiß machen. Gleichzeitig würde ich damit meinem chronisch leeren Kühlschrank mal wieder einen Sinn in seinem tristen Dasein zu geben. Also warf ich mir die Jacke über und machte mich auf zu meinem geliebten Assi Rewe Markt.

Weiterlesen

Herbst II.

Herbst 2

Herbst II.
Wie der warme, milde Blick,
das sanfte Lächeln
ihrer roten Lippen.
Vor dem letzten Kuss.
Wohl wissend,
es wird Winter.
Eisig.
Still.
Doch einen Frühling
und einen Sommer,
hat sie Dir mit Worten
die Welt schön gemalt.
Und dann
all die Farben,
für sich behalten.

Weiterlesen

Leere Bahnsteige

Berlin Central Station - Leere Bahnsteige

Ich bin ja berufsbedingt viel unterwegs. Jedenfalls rede ich mir dies wohl oft ein Stück weit ein. Natürlich bin ich es auch berufsbedingt. Aber nicht nur. Genauer betrachtet bin ich sehr oft auch wegen des Unterwegs-seins unterwegs.  Bewegung heißt, Veränderung zulassen. So ist das wohl, wenn zu Hause nur ein leerer Kühlschrank, Stille, Stillstand und ein verlassenes Bett auf einen warten. Also arrangiert man sich damit und plötzlich ist es ganz praktisch Freunde und Bekannte in verschiedenen Städten zu haben um das Unterwegssein zu rechtfertigen.

Weiterlesen

…und vor sich hin zu schauen

Bastian Wittig

Sie warten und hetzen, auf den Bus und nach der Bahn. Auf das Essen und das Bier – um es dann herunter zu schlingen ohne den Geschmacksknospen auch nur den Hauch einer Chance zu geben etwas zu schmecken. Sie warten auf die Gelegenheit die nie kommen wird und jagen ihr nach. Den Einkauf im Eiltempo erledigen während man aufs Smartphone schaut und sich Fast Food zwischen die Kiemen schiebt. Im Grunde ist es egal wo ich mich gerade aufhalte und mal für fünfzehn Minuten hinsetze. Beobachte ich die Leute, sehe ich so viele gehetzte Gesichter. Sie warten auf die Nacht und auf den neuen Tag um dann durch ihn hindurch zu preschen, anstatt einmal im alten zu verweilen. Oder gar im hier und jetzt.

Weiterlesen

Nummer 8

Kinshasa, Kongo, N´Dolo Airport

02.08.2006 – Tag 21 – Im Herzen der Dunkelheit

Freunde, drei Wochen sind es nun schon, die wir hier in Kinshasa sind und das Lager am N´Dolo Airport aufbauen. Drei Wochen „In the heart of darkness“ wie wir es inzwischen getauft haben.

Weiterlesen

Hamburg, Baby!

Hamburg Speicherstadt Kibbelsteg

Hamburg. Der Unterschied zwischen Großstädten und Frauen ist ja, Großstädten muss man eine zweite oder dritte Chance geben. Frauen nicht. Hamburg hat mir inzwischen schon ganz verschiedene Gesichter gezeigt und jedes war auf seine Art abstoßend, anziehend und faszinierend zugleich.

Weiterlesen